Sonntag, 22. März 2015

Amaretto-Krokant-Pralinen

Gehört ihr auch zu denjenigen, die zu Ostern gern selbstgemachte Leckereien verschenken? Wenn ja, dann ist vielleicht mein heutiges Rezept interessant für euch - denn mit Pralinen kann man doch (fast) jedem eine Freude machen, und gleichzeitig müssen die hübschen Kleinen gar nicht kompliziert zu machen sein :-) Diese Amaretto-Krokant-Pralinen machen gar nicht viel Arbeit, sind auch für Grobmotoriker problemlos zu bewältigen und machen dennoch richtig was her. Im Grunde genommen sind sie eine Abwandlung der Kokos-Keks-Kugeln aus Geschenkideen aus der Küche, die ich zum ersten Mal vor zwei Jahren zubereitet hatte (übrigens auch zu Ostern), und die sich seitdem bei mir zum Dauerbrenner entwickelt haben.

Die Idee für die Abwandlung mit Vollmilchschokolade, Amaretto & Co. entstand, nachdem wir vor ein paar Wochen ein verlängertes Wochenende in Hamburg verbracht und dort eine Führung im Chocoversum mitgemacht hatten. Im Rahmen der sehr empfehlenswerten Tour hat man auch Gelegenheit, seine eigene Schokolade zu kreieren. Man erhält eine Form mit Vollmilchschokolade gefüllt und kann sich dann aus ca. 20 Gläsern mit allen möglichen Zutaten von Nüssen über Kokosraspel und Keksstückchen bis hin zu Gummibärchen bedienen. Die Zutaten der Wahl kommen auf die Schokolade und fertig ist die ganz individuelle Kreation. Ich hatte meine Schokolade (neben diversen anderen Zutaten, ich neige bei Süßigkeiten nicht gerade zur Bescheidenheit...) unter anderem mit zerbröseltem Amarettini und Haselnusskrokant bestreut und war vom Geschmack ganz begeistert.

Und so entstand aus diesen Zutaten dann die Abwandlung der Kokos-Keks-Kugeln: Mit zerbröselten Amarettini statt Löffelbiskuits; mit Amaretto statt Rum; mit Vollmilchschokolade statt weißer Schokolade; und mit Haselnusskrokant statt Kokosraspel. Ganz anders, aber ebenso lecker :-)

Ihr sucht noch Inspiration für Ostergeschenke? Dann schaut doch mal in meinen Geschenken aus der Küche nach, vielleicht ist ja was Passendes für euch dabei :-)

Oder habt ihr vielleicht eine Inspiration für mich, was ich dieses Jahr unbedingt verschenken sollte?

Rezept
für ca. 20 Stück (also viel zu wenige... besser doppelte Menge machen!)

50g Amarettini
1 EL Amaretto
150g Vollmilchschokolade
50g Sahne
30g Haselnusskrokant

Die Amarettini zu feinen Bröseln zerkleinern (dazu entweder in einen Gefrierbeutel geben und mit dem Nudelholz mehrmals darüber rollen oder aber einen elektrischen Zerkleinerer benutzen). Brösel in eine Schüssel füllen, den Amaretto darüber geben und vermischen.

Die Schokolade fein hacken und zusammen mit der Sahne in einer Metallschüssel über dem heißen Wasserbad unter Rühren schmelzen. Sobald sich beides zu einer samtigen Creme (Ganache) verbunden hat, über die Brösel geben und gut verrühren. Abgedeckt im Kühlschrank mindestens 2 Stunden kühlen, bis die Masse fest ist und sich gut verarbeiten lässt.

Das Haselnusskrokant in einen tiefen Teller geben. Von der Schoko-Keks-Masse mit einem Teelöffel nach und nach kleine Portionen abstechen, zügig zwischen den Handflächen zu Kugeln rollen und im Haselnusskrokant wälzen, bis sie rundherum damit umhüllt sind.

Die Kugeln nebeneinander auf einem Brett im Kühlschrank fest werden lassen (das ist wichtig, wenn ihr sie sofort verpackt, kleben sie zusammen und werden zu einer undefinierbaren Masse), dann in luftdicht verschließende Behälter füllen und bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren. Halten sich gekühlt bis zu 2 Wochen (sind aber sowieso schneller alle...).

Quelle
eigenes Rezept in Anlehnung an  Nicole Stich: Geschenkideen aus der Küche

Samstag, 14. März 2015

Gemischte orientalische Fleischspieße mit türkischem Hirtensalat

Zu Weihnachten hat ein weiteres lang ersehntes Küchengerät Einzug in meine viel zu kleine und bereits viel zu vollgepackte Küche gehalten: Eine wunderschöne, schwere Grillpfanne. Obwohl ich von Fleisch über Fisch bis Gemüse gleich diverse Ideen hatte, was darin zubereitet werden soll, hat es dann doch noch mal über einen Monat, nämlich bis Anfang Februar, gedauert, bis ich die Pfanne dann auch wirklich eingeweiht habe... Aber was lange währt, wird endlich gut, denn die gemischten orientalischen Fleischspieße haben uns sehr, sehr gut geschmeckt!


Auf die Spieße kommt zweierlei Fleisch: Zum einen Hähnchenbrustfilet, das vorher einige Stunden in einer Marinade aus Olivenöl, Zitronensaft und Safran baden darf. Und zum anderen Köfte, also Hackfleischbällchen (bei mir aus Rinderhack, ihr könnt aber auch Lammhack nehmen) mit vielen leckeren Gewürzen. Das schmeckt lecker gegrillt einfach super und ergänzt sich wunderbar mit einem türkischen Hirtensalat, einer Joghurtsauce mit ordentlich Knoblauch und Minze, sowie frischem, warmem Fladenbrot. Daumen hoch, wird es bestimmt mal wieder geben!

Und auch wenn ihr keine Grillpfanne habt, müsst ihr nicht auf dieses Essen verzichten: In einer normalen, beschichteten Pfanne gebraten schmecken die Spieße fast genau so gut. Oder ihr heizt einfach demnächst mal draußen den Grill an, der Frühling soll ja in den nächsten Tagen kommen :-)

Rezept
für 4 Personen

für die Fleischspieße
400g Hähnchenbrustfilet  
1/2 Döschen Safranfäden (0,1g)
2 EL Zitronensaft
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1/2 Bund Petersilie
1 Zwiebel
400g Lamm- oder Rinderhackfleisch
je 1 TL gemahlener Kreuzkümmel und edelsüßes Paprikapulver
1/2 TL Cayennepfeffer

für den Hirtensalat
500g reife, feste Tomaten (im Moment am besten Kirschtomaten nehmen)
1 Salatgurke
2 rote Zwiebeln
4 eingelegte grüne Pepperoni (mittelscharf oder mild)
200g Feta
2 Knoblauchzehen
je 1/4 Bund Minze und Petersilie
4 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer aus der Mühle
6 EL Olivenöl
2 EL schwarze Oliven

für die Joghurtsauce
400g Naturjoghurt
2 Knoblauchzehen
1/4 Bund Minze
Salz, Pfeffer aus der Mühle

außerdem
Fladenbrot, zum Servieren
Schaschlikspieße oder Holzspieße 

Für die Spieße Hähnchenfleisch waschen, trockentupfen und in 2 cm große Würfel schneiden. Safran in 1 EL lauwarmes Wasser rühren, mit Zitronensaft und Olivenöl verrühren, salzen und pfeffern. Fleisch untermischen und abgedeckt ca. 4 Stunden kühl stellen.

Wenn die Marinierzeit um ist, für die Köfte Kräuter waschen, trockenschütteln und fein hacken. Zwiebel schälen und sehr fein hacken. Beides zum Hackfleisch geben, mit den Gewürzen abschmecken. 2 EL kaltes Wasser dazu geben, alles zum Fleischteig verkneten. Hände leicht einölen. Dann immer knapp 1 EL Fleischteig in die Hand nehmen, zur Kugel formen, leicht abflachen. Filetwürfel und Fleischbällchen abwechselnd auf Grillspieße stecken, mit dem übrigen Öl von der Hähnchenmarinade einpinseln.

Bevor ihr die Spieße bratet, noch den Salat und die Joghurtsauce zubereiten. Für den Salat Tomaten waschen, Stielansätze rausschneiden (entfällt natürlich, wenn ihr Kirschtomaten nehmt). Tomaten in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Gurke schälen, längs teilen, die Kerne mit einem Löffel herausschaben und die Gurke ebenfalls in 1 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebeln schälen, vierteln und in dünne Scheiben schneiden.

Pepperoni in mittelfeine Ringe schneiden. Feta ebenfalls in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Kräuter waschen, trockenschütteln, Blättchen abzupfen und fein hacken. Zitronensaft mit Salz, Pfeffer und Knoblauch gründlich verrühren, Olivenöl unterschlagen. Alle Zutaten dazugeben, locker vermischen. Den Salat anschließend mit den Oliven garnieren.

Für die Joghurtsauce Joghurt in eine Schüssel geben. Knoblauch schälen und sehr fein hacken oder durch eine Presse drücken. Minze waschen, trockenschütteln, Blättchen abzupfen und fein hacken. Knoblauch und Minze zum Joghurt geben, mit Salz und Pfeffer würzen.

Wenn alles andere vorbereitet ist, nun noch die Spieße braten. Dafür eine (Grill-)Pfanne heiß werden lassen und die Spieße darin etwa 12-15 Minuten grillen oder braten, bis sie schön gebräunt sind. Dabei einmal wenden. Dann mit Salat, Sauce und Fladenbrot servieren.

Quelle
Cornelia Schinharl, Sebastian Dickhaut: Oriental Basics

Sonntag, 8. März 2015

Schokoladen-Kakao-Guglhupf mit Cheesecake-Füllung und Schokoladen-Ganache


... oder: der beste Kuchen, den ich je gebacken habe. Ich schwör's. (Auch wenn der Rezepttitel etwas lang und kompliziert ist. Aber es sind sooooo viele Buzzwords drin. Schokolade! Kakao! Cheesecake!!! Schokolade zum zweiten!!! Ganache!!!!! Wer wird da nicht hellhörig?!)


Gefunden habe ich dieses wunderschöne Exemplar auf dem ebenfalls wunderschönen Blog Zucker, Zimt und Liebe. Vielen von euch ist er sicher schon lange ein Begriff, nur ich bin mal wieder hinterher gehinkt und hab den Blog erst vor einigen Wochen entdeckt, mich dann aber direkt in viele, viele Rezepte und ganz besonders in diesen Schoko-Cheesecake-Guglhupf verliebt. Er sieht ja aber auch wirklich zum Anbeißen aus, der Schokokuchen, der einen Cheesecake verschluckt hat und dann ganz clever versucht, sich in Schokoladen-Ganache zu tarnen, damit auch ja keiner merkt, was er getan hat ;-)


Einziges Hindernis: In all den gefühlten Tonnen von Küchen-Equipment in meinem Schrank fand sich doch tatsächlich keine Guglhupf-Form! Aber dank eines aufmerksamen und natürlich völlig uneigennützigen Einzugsgeschenks konnte dieses Problem schnell gelöst werden und dem Schokoladen-Overkill stand nichts mehr im Weg. Der Kuchen ist, wie vermutet, absolut göttlich.  Herrlich feucht und saftig, natürlich krass schokoladig und ein richtiger kleiner Glücklichmacher! Wenn ihr jetzt noch schnell losbackt (und natürlich zufällig die benötigten Zutaten zuhause habt), schafft er es ja vielleicht noch heute auf euren Kaffeetisch? :-)


Lust auf noch mehr Schoko-Cheesecake-Kombinationen?
Chocolate Cookies mit Cheesecake-Füllung 
Double Chocolate Cheesecake Muffins

Rezept
für eine große Guglhupf-Form (2,5 Liter Fassungsvermögen)

Für den Schokoladenkuchenteig
275g Mehl
1 gehäufter TL Backpulver
30g Backkakao
250g Butter
200g Zartbitter- oder Halbbitterschokolade, gehackt
350ml Milch
300g Zucker
2 Eier

Für die Cheesecakefüllung
200g Doppelrahm-Frischkäse natur (raumtemperiert)
60g Zucker
1 Eigelb

Für den Schokoladenganache Guss
125ml Sahne
125g Zartbitterschokolade

Eine große Gugelhupfform gründlich bis in alle Ritzen fetten und mit Mehl ausstäuben. Den Ofen auf 160°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Mehl, Backpulver und Kakao mischen, beiseite stellen. Butter und Schokolade in einem Topf bei sachter Temperatur langsam schmelzen lassen, dabei ab und an umrühren. Es sollte eine gleichmässige Schokoladenmasse entstehen. Unbedingt leicht abkühlen lassen, sonst werden die Eier, die dazu kommen, zu Spiegelei.

Milch und Zucker verquirlen. Zu der Schokoladenmasse geben, ebenso die Eier. Alles gut mit einem Schneebesen verquirlen. Die Mehlmischung auf den Teig geben und nur so lange unterheben, bis eine homogene Masse entsteht. Für die Cheesecakefüllung Frischkäse, Zucker und Eigelb rasch mit einem Schneebesen (nicht Mixer) vermischen. Nicht zu sehr mischen, nur cremig vermengen.

Die Hälfte des Schokoteiges in die vorbereitete Gugelhupfform füllen. Die Cheesecake Masse darauf geben und zwar am besten so, dass nicht allzu viel an Rand oder Tubus in der Mitte gelangt, sondern eher wie ein mittiger Fluss darauf verteilt ist. Die zweite Hälfte Schokoladenteig darüber geben. Nun mit einer Gabel grob einmal durch den Teig swirlen. Die Oberfläche bei Bedarf glatt streichen und den Kuchen ca. 60 Minuten lang backen.

Abkühlen lassen und stürzen, dann unbedingt noch mal in den Kühlschrank geben, die Käsekuchenmasse braucht das, um fest zu werden. Mindestens eine halbe Stunde vor Verzehr Schokolade in eine Schale geben. Die Sahne in einem kleinen Topf erhitzen, bis leichter Dampf von der Oberfläche aufsteigt, dann über die Schokolade gießen und 5 Minuten warten. Erst dann gleichmässig verrühren und die entstandene Ganache 20-30 Minuten lang bei Raumtemperatur (nicht Kühlschrank) andicken lassen. Über den Kuchen geben, eventuell noch mit Schokoladenhobel verzieren.
  
Quelle
Zucker, Zimt und Liebe

Sonntag, 1. März 2015

Möhren-Frikadellen, die beinahe Murks geworden wären

Puuuuuh. Das wäre beihnahe schief gegangen. Dann hätte es hier keine leckeren Möhren-Frikadellen, sondern eher unansehnlichen Möhren-Murks gegeben. Beziehungsweise natürlich nicht hier, denn hier präsentiere ich euch selbstverständlich nur gelingsichere Rezepte - aber auf meinem Teller hätte sich doch um ein Haar ein Malheur breitgemacht. Denn ursprünglich sollten das hier gar keine Möhren-Frikadellen sein, sondern hübsche knusprige Möhrenpuffer, gefunden im bisher absolut überzeugenden Kochbuch Deutschland vegetarisch unter dem noch hübscheren Namen "Stemmelkort" (sie stammen aus Nordrhein-Westfalen, die hübschen Kleinen). Doch bereits die Tatsache, dass auf 800 Gramm Gemüse gerade mal 1 EL Mehl, 1 EL Semmelbrösel und ein Ei kommen sollten, machte mich etwas stutzig. Das können doch keine kompakten, knusprigen Puffer werden, oder?


... wurden es auch nicht. Trotz großer Bemühungen (sie bemühte sich sehr...) hatte ich nur Pamps in der Pfanne, der nicht bräunte und beim mutigen Wende-Versuch sofort wieder auseinander fiel. Also hab ich nur kurz gehadert, um dann den Plan von den knusprigen Puffern ad acta zu legen und stattdessen saftige Frikadellen zu machen. Guter Plan! Dazu habe ich dem Teig einfach 4 EL Mehl zusätzlich beschert (im Rezept unten bereits angepasst), die Frikadellen noch in Semmelbröseln gewendet und dann gebraten. Darüber, dass es zuviel Mehl sein könnte, müsst ihr euch keine Sorgen machen - die Frikadellen schmecken richtig schön fein und wunderbar saftig!

Und dann tun sich ganz viele Möglichkeiten auf. Zunächst einmal kann man die Frikadellen heiß, lauwarm oder kalt essen. Im letzteren Zustand sind sie auch die richtige Besetzung fürs Party-Buffet, den Wanderrucksack oder die Picknickdecke. Und nicht zuletzt kann man ihnen mit Gewürzen und Beilagen ganz verschiedene Drehs geben. Da ich ja ursprünglich westfälische Möhrenpuffer im Kopf hatte, habe ich meinen Teig entsprechend mit Pfeffer, Salz und Muskat gewürzt und erst mal wie im Buch vorgeschlagen zu Feldsalat mit Buttermilch-Dressing serviert. Sehr lecker, aber für die restlichen Frikadellen packte mich etwas die Experimentierlust bzw. der Appetit auf ein orientalisches Essen. Daher habe ich sie gemeinsam mit Gurkenscheiben, Ajvar und Minz-Joghurt in Pita-Brote gefüllt, was auch ausgezeichnet geschmeckt hat. Wenn man das gleich von Anfang an vorhat, könnte man an den Möhren-Frikadellen auch das Muskat weglassen und sie stattdessen z.B. mit Kreuzkümmel und Harissa, mit Ras-el-hanout oder einem anderen orientalischen Gewürz nach Wunsch würzen.

Rezept
für ca. 10 Frikadellen

800g dicke Möhren
1 Lorbeerblatt
1 Sternanis
800 ml Gemüsebrühe
1 Zwiebel
5 EL Mehl (Type 405)
1 TL Backpulver
1 EL Semmelbrösel + mehr zum Wenden der Frikadellen
1 Ei (Größe M)
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Muskatnuss
2 EL Butterschmalz

Möhren schälen. 150g Möhren abwiegen und beiseite legen. Die übrigen Möhren in grobe Stücke teilen und mit Lorbeer und Sternanis in der Brühe zugedeckt ca. 20-25 Min. weiche kochen. Möhren dann abgießen, abtropfen lassen, fein zerstampfen (nicht pürieren!) und abkühlen lassen.

Die beiseite gelegten Möhren sehr fein raspeln. Zwiebel in feine Würfel schneiden. Beides mit dem Möhrenstampf mischen. Mehl und Backpulver mit 1 EL Semmelbrösel mischen und mit dem verquirlten Ei rasch unter den Möhrenstampf mischen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise frisch geriebener Muskatnuss mischen. 10 Min. quellen lassen.

Dann aus der Masse Frikadellen formen und in Semmelbröseln wenden. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, Frikadellen hinein legen, leicht flachdrücken und bei mittlerer Hitze von jeder Seite 4-5 Min. braten, bis sie appetitlich gebräunt sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Quelle
Stevan Paul, Katharina Seiser: Deutschland vegetarisch  

Montag, 23. Februar 2015

Flammkuchen-Schnecken

Seid ihr wie ich auch große Flammkuchen-Fans und habt nach meinem letzten Artikel, dem Süßkartoffel-Ziegenkäse-Flammkuchen, noch nicht genug von dem knusprig-leckeren Gebäck aus dem Elsass? Müsst ihr auch nicht, denn heute stelle ich euch noch eine Variante vor, die sich super als Party-Snack, fürs Picknick, für unterwegs und überhaupt für alle Gelegenheiten eignet, bei denen man einen unkomplizierten, würzigen Snack auf die Hand essen möchte. Die kleinen Flammkuchen-Schnecken sind aber nicht nur praktisch, sondern auch einfach und schnell gemacht, sie sehen hübsch aus, und, nicht zu vergessen, sie schmecken einfach richtig gut. Vielleicht kommt euch die Idee ja noch bekannt vor - im letzten Jahr hatte ich nach dem gleichen Prinzip schon einmal ein Rezept für Pizza-Schnecken veröffentlicht...


... und was auf italienisch funktioniert, geht auf französisch mindestens genau so gut! Allerdings habe ich auch hier auf etwas italienische "Schützenhilfe" zurückgegriffen, denn ich mache die Flammkuchen-Schnecken ebenfalls mit Pizzateig. Der dünne und knusprige Flammkuchen-Teig würde sich zum Schnecken-Formen einfach nicht so gut eignen und krümelt auch mehr beim Essen aus der Hand. Ein fluffiger Pizzateig macht sich da deutlich besser. Die Franzosen mögen es mir verzeihen - aber immerhin sind ja Franzosen wie Italiener für ihr gutes Essen bekannt, warum also nicht clever die besten Sachen aus beiden Küchen kombinieren?! Das gilt auch für den Parmesan, den ich auf die Flammkuchen-Schnecken gestreut habe. Flammkuchen-Puristen können den natürlich einfach weglassen oder aber durch einen französischen Hartkäse nach Wunsch ersetzen.

Die Schnecken habe ich in den letzten Wochen bereits zu mehreren Gelegenheiten gebacken und sie sind immer super angekommen und waren in Nullkommanix weg - daher eine große Nachmachempfehlung, für mich ein Rezept mit ein bisschen Suchtpotential ;-)

Rezept
für 10 Schnecken

ein fertiger Pizzateig (oder selber machen nach diesem Rezept)
150g Crème fraîche
Salz, Pfeffer aus der Mühle
3 Lauchzwiebeln
100g roher Schinken (Parma, Serrano, Schwarzwälder... was ihr mögt)
50g Parmesan
etwas Olivenöl 

Backofen auf 220 Grad vorheizen. Die Mulden eines Muffinblechs dünn mit Olivenöl auspinseln. Den Pizzateig mit Backpapier auf einem Backblech ausrollen. Crème fraîche mit etwas Salz (nicht zuviel, da Schinken und Käse auch salzig sind) und Pfeffer würzen und auf dem Teig verstreichen. Lauchzwiebeln putzen, waschen, in feine Ringe schneiden und gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Schinken in kleine Stücke schneiden bzw. zupfen und ebenfalls gleichmäßig auf dem Teig verteilen.

Teig mit einem Sägemesser längs in 10 Streifen schneiden. Jeden Streifen zu einer Schnecke aufrollen und in eine Mulde des Muffinblechs setzen. Die Schnecken mit Parmesan bestreuen und im Ofen ca. 15-20 Min. backen, bis sie schön aufgegangen sind und der Käse gebräunt ist.

Quelle
eigenes Rezept 

Mittwoch, 18. Februar 2015

Süßkartoffel-Ziegenkäse-Flammkuchen

Nun sitze ich hier, zwischen lauter leeren Schränken und Regalen, dafür aber umzingelt von ganzen "Gebirgszügen" an Umzugskartons, Kisten und anderen Behältnissen, in denen sich meine ganzen über die letzten Jahre angesammelten Besitztümer befinden. Es ist mein letzter Abend in Leipzig, alles soweit vorbereitet für den Umzug morgen, und nun irgendwie nichts mehr zu tun... Beziehungsweise nicht mehr viel möglich, ist ja alles eingepackt bis auf meinen Laptop ;-) Also wird heute Abend noch mal der Blog gepflegt, bevor er in den nächsten Tagen vor lauter Aufbauen und Ausräumen sicher ein bisschen hinten anstehen muss...


Daher gibt es heute noch mal ein schönes Rezept, dass ich schon vor einigen Wochen zubereitet habe und dass uns sehr überzeugt hat. Es geht doch nicht viel über einen frisch gebackenen Flammkuchen mit dünnem, knusprigen Teig. Für diesen habe ich mich an ein Rezept von Juliane gehalten, die auf ihrem Blog in recht regelmäßiger Frequenz leckere Flammkuchen-Rezepte veröffentlicht und deswegen quasi als Expertin gelten darf :-) Für den Belag habe ich mir jedoch etwas eigenes überlegt und Ziegenfrischkäse mit dünnen Süßkartoffel-Scheiben, roten Zwiebeln und Bacon kombiniert. Das war eine sehr gute Entscheidung, die Kombination aus süßlich und würzig sowie cremig und knusprig hat mich überzeugt und darf sich bestimmt mal wieder auf einem Flammkuchen breit machen.

Lasst es euch gut gehen - ich melde mich hoffentlich in ein paar Tagen wieder, wenn ich aus den Kistenbergen aufgetaucht bin und die Küche wieder einsatzbereit ist :-)

Und derweile findet ihr hier noch weitere Flammkuchen-Rezepte von mir:
"Klassischer" Flammkuchen
Flammkuchen mit Birnen, Schinken und Brie
Kartoffel-Zwiebel-Flammkuchen mit Ziegenkäse

Rezept
für ein Blech

Teig
125g Mehl (Type 550)
1/2 TL Salz
1 EL Sonnenblumenöl
 
Belag
125g Ziegenfrischkäse mit mediterranen Kräutern
ein Schuss Milch
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1/2 Süßkartoffel
1/2 rote Zwiebel
einige Zweige Thymian
4 Scheiben Bacon
 
Für den Flammkuchenteig das Mehl, das Salz und das Öl mit 60ml Wasser in einer Schüssel vermengen und zügig mit einem Holzkochlöffel oder den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Bei Bedarf noch etwas Wasser zugeben. Teig beiseite stellen. Den Backofen auf 230 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
 
Während der Teig ruht, den Belag vorbereiten: Ziegenfrischkäse mit einem Schuss Milch verrühren, bis er etwas flüssiger ist und sich gut verstreichen lässt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Süßkartoffel schälen und in sehr dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Zwiebel schälen und in sehr dünne Ringe schneiden. Thymian waschen, trocken schütteln, Blättchen abstreifen und etwas feiner hacken. Baconscheiben grob zerteilen.
 
Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche sehr dünn ausrollen und auf ein mit etwas Öl eingefettetes Backblech legen. Teigboden mit der Ziegenfrischkäse-Mischung bestreichen, mit Süßkartoffelscheiben und Zwiebelringen belegen. Thymian darüber streuen und noch mal etwas Pfeffer darüber mahlen. Dann mit Baconscheiben belegen, in den Ofen schieben und in ca.15-20 Minuten knusprig backen.
Flammkuchen aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und dann sofort servieren. Dazu passt Salat.

Quelle
Teig nach Schöner Tag noch!, Belag eigenes Rezept

Sonntag, 15. Februar 2015

Erster veganer Backversuch: Schoko-Bananen-Muffins

Nein, ich bin nicht unter die Veganer gegangen. Dennoch hatte es mich schon längere Zeit mal in den Fingern gejuckt, vegan zu backen. Einfach um mal zu probieren, wie es so funktioniert ohne Butter, Milch, Ei & Co. Und natürlich um mir ein kleines veganes Repertoire zuzulegen, wenn ich mal wieder für eine größere Gruppe von Leuten backe, von denen einige Veganer sind, und ich natürlich alle gleichermaßen glücklich machen will. Eine größere Gruppe von Leuten hatte ich auch dieses Mal zu verköstigen, nämlich viiiiieeeeele Kollegen, die sehr zahlreich und mit einem riesigen Geschenk zu meinem Ausstand im alten Job erschienen waren. Zwar war darunter kein Veganer, aber einige Kollegen, die Lactose nicht so gut vertragen. Da kam mir das Rezept für die Schoko-Bananen-Muffins, die Elisabeth einige Tage vorher gebloggt hatte, gerade recht. Dass sie auch noch vegan sind, war in dieser Runde zwar vernachlässigbar, aber für mich beim Backen eine interessante Erfahrung.


Spannend fand ich, dass die Muffins ohne jegliche "Ersatzprodukte" auskommen und die Bindungsfähigkeit des Teigs allein durch pürierte Bananen und Apfelmus erzielt wird. Das funktionierte auch wirklich wunderbar, der Teig war geschmeidig und ließ sich problemlos verarbeiten. Die fertigen Muffins waren richtig schön weich und saftig, meiner Meinung nach einen Tag später sogar noch saftiger und kein bisschen trocken, wie es manche Muffins ja so an sich haben. Durch die groooooßen Schokoladenstückchen schmecken sie schön herb-schokoladig, wohingegen die Bananen wirklich vor allem für Saftigkeit sorgen und geschmacklich nicht so stark hervortreten. Genau richtig für mich, denn ich bin nicht die allergrößte Liebhaberin von Bananen-Geschmack...

Ich kann nur jedem, ob Veganer oder nicht, empfehlen, diese leckeren Muffins mal auszuprobieren, zumal sie wirklich eine recht gesunde Süßigkeit sind, denn sie enthalten (neben dem in der Schokolade enthaltenen) KEIN ZUSÄTZLICHES FETT :-)

Rezept
für 12 Stück

200g Zartbitter-Schokolade (70%), grob gehackt
200g Zucker
3 große, sehr reife Bananen
140g Apfelmus
Mark von 1 Vanilleschote
1 TL Zitronensaft
275g Mehl
1 TL Natron
1 TL Backpulver
1/2 TL Salz

Die Bananen schälen und in einem Teller mit einer Gabel zu Mus zerdrücken (alternativ kann man sie auch pürieren). Die trockenen Zutaten (Mehl, Salz, Natron, Backpulver, Vanille) gut miteinander vermischen. Backofen auf 180° vorheizen. Das Muffinblech mit Papierförmchen auslegen.

Bananenmus, Apfelmus, Zucker und Zitronensaft verrühren. Die Mehlmischung und die Schokostückchen vorsichtig unterheben (nicht wild rühren, nur vorsichtig so lange unterheben, bis alle vermischt ist). Teig gleichmäßig auf die Vertiefungen der vorbereiteten Muffin-Backform aufteilen. Im vorgeheizten Backrohr ca. 25 Minuten backen, bis die Muffins goldbraun sind.

Quelle
Homemade Deliciousness 

Mittwoch, 11. Februar 2015

Aromabombe: Petersiliensalat mit Granatapfel, Dukkah-Kichererbsen und gebackenem Feta

... oder: längster Rezepttitel überhaupt?! ;-) Aber die Zutaten sind alle für sich so lecker und spielen eine so wesentliche Rolle in diesem Salat, dass ich keine davon unter den Tisch fallen lassen möchte. Dieses Rezept ist nicht nur ein Beispiel dafür, wie bei einem Gericht Zutaten und Aromen so zusammenspielen können, dass das Ganze, trotz Einzelaufzählung im Rezepttitel, doch viel mehr ist als die Summe seiner Teile. Gleichzeitig illustriert es auch schön, wie meine selbstausgedachten Rezepte häufig funktionieren, nämlich zusammengebaut aus verschiedenen Rezeptquellen, vermischt und mit einer guten Portion an eigenen Ideen garniert.


Ausgangspunkt war dieses Mal ein Rezept für einen Kichererbsen-Salat mit Granatapfel aus der Lecker-App. Das klang gut, Kichererbsen und Granatapfel sind ja zwei meiner erklärten Lieblingszutaten, so dass der Salat schnell auf dem Speiseplan landete. Allerdings waren mir die beiden Zutaten zusammen mit diversen Gewürzen fast etwas zu schlicht und unspektakulär, außerdem sollte noch ein bisschen Grünzeug ran. Nun bin ich nicht der größte Fan von Blattsalaten, aber glatte Petersilie passt immer gut an orientalische Gerichte, und wenn schon beim Taboulé traditionell Petersilie eine der Hauptzutaten ist, warum nicht auch hier? Gute Entscheidung.

Eine noch bessere Entscheidung war es aber, einen Tag vorher auf Simones Blog in einem gänzlich anderen Salatrezept auf gebratene Kichererbsen mit Dukkah, einer süchtig machenden orientalischen Gewürzmischung, zu stoßen. Das wurde dann gleich mal für meinen Salat adaptiert (mit gebratenen Kichererbsen, die ein tolles nussiges Aroma bekommen, hatte ich außerdem hier schon einmal gute Erfahrungen gemacht). Und zuletzt lag noch ein übriggebliebenes Stück Feta rum, dass ich kurzerhand auch im Dukkah gewendet und im Ofen gebacken habe. Seeeeehr gute Entscheidung.

Entscheidet sich nun jemand von euch, diesen Salat auf seinen Speiseplan zu lassen, oder muss ich überzeugender werden? :-)

Rezept
für zwei Personen zum Sattessen

für die Dukkah-Kichererbsen
1 Dose Kichererbsen (400g)
2 EL Haselnüsse
2 EL Pistazienkerne
1 EL Kreuzkümmel geröstet
2 EL Sesam geröstet
1 TL Pfeffer geröstet
1/2 TL Meersalz 

weitere Salatzutaten
2 große Bund glatte Petersilie
1 Granatapfel
Zitronensaft
Olivenöl
400g Feta

Küchenpapier

Zunächst das Dukkah herstellen. Dafür alle oben genannten Zutaten außer Kichererbsen und Meersalz in eine beschichtete Pfanne geben und ohne Fett anrösten, bis sie zu duften beginnen. Dann in einen Mörser oder Zerkleinerer umfüllen, Meersalz zugeben und fein mörsern oder zerkleinern.

Nun den Feta zubereiten. Dafür den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Eine Auflaufform mit Olivenöl ausstreichen. Feta im Dukkah wenden, in die Form legen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Im vorgeheizten Ofen ca. 15 Min. backen, bis er schön weich und leicht gebräunt ist.

In der Zwischenzeit den Salat weiter vorbereiten. Kichererbsen in einem Sieb abtropfen lassen, dann auf Küchenpapier geben und mit einer weiteren Lage Küchenpapier komplett trocken tupfen. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Kichererbsen hinein geben und bei mittlerer Hitze einige Minuten braten, bis sie eine hübsche goldbraune Farbe bekommen. Dann Dukkah zugeben und ca. eine Minute mitbraten.

Petersilie waschen, trocken schütteln und grob hacken. In eine Schüssel geben. Granatapfel vierteln und in einer mit Wasser gefüllten Schüssel unter Wasser die Kerne herauspulen (dann spritzt es nicht). Die weißen Häutchen, die oben auf dem Wasser schwimmen, mit einem Schaumlöffel abheben, die Kerne durch ein Sieb gießen und zur Petersilie geben. Gebratene Kichererbsen ebenfalls zugeben und den Salat mit Zitronensaft und Olivenöl abschmecken. Mit gebackenem Feta anrichten und servieren.

Quelle
eigenes Rezept mit Inspirationen aus der Lecker-App und von Pi mal Butter

Samstag, 7. Februar 2015

Scharfe Tomatensuppe mit Reis, weißen Bohnen und Feta

Wie schon in meinem Jahresrückblick und -ausblick angekündigt, ist bei mir gerade vieles im Umbruch. Gestern hatte ich den letzten Tag in meinem alten Job und nun habe ich drei Wochen frei, in denen unter anderem ein Umzug ins schöne Dresden ansteht, bevor ich ab dem 2. März auf der neuen Arbeit wieder durchstarte. Neben Kisten packen und schleppen sowie weiteren Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Umzug steht in den nächsten Wochen jedoch auch einiges an Action in der Küche auf dem Programm. Denn schließlich wollen die alte Stadt und viele Freunde verabschiedet und die neue Wohnung eingeweiht werden :-) Da wird sicher auch das ein oder andere Interessante für den Blog entstehen. Bevor wir in der nächsten Zeit dazu kommen, habe ich heute jedoch erst einmal ein unkompliziertes, gesundes und leckeres Süppchen für euch.


Gefunden habe ich das Rezept für die Suppe bei Gourmande und mich gleich ein kleines bisschen in das hübsche Foto verliebt :-) Zudem versprach die Suppe, beim momentan recht frostigen Winterwetter gut durchzuwärmen. Und selbstverständlich ist sie außerdem gesund und natürlich sehr lecker. Variationsmöglichkeiten gibt es viele: Anstelle der weißen Bohnen schmecken z.B. auch Kichererbsen gut in der Suppe. Statt des Basmatireis, den Gourmande verwendet, habe ich Vollkornreis benutzt - aber auch Couscous, Bulgur oder Quinoa funktionieren wunderbar. Ich habe außerdem im Gegensatz zum Originalrezept noch etwas Feta in die Suppe gegeben und sie statt mit Harissa oder Sambal oelek mit einer getrockneten Chilischote geschärft. Damit war sie wirklich ordentlich feurig. Wer nicht so gerne scharf ist, kann die Chili oder ein anderes "Schärfungsmittel" jedoch auch weglassen und erhält trotzdem ein würziges und aromatisches Süppchen.

Rezept
für zwei Personen
 
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
1/2 TL Pizzakräuter
500 ml Tomatenpassata
200 ml starke Gemüsebrühe
1/2 Dose weiße Bohnen
100g Vollkornreis (gekocht)
100g Feta
1 kleine getrockente Chilischote
Salz, Pfeffer aus der Mühle
frische Petersilie 
 
Die Zwiebel fein hacken. Knoblauch in dünne Scheiben schneiden. In einem schweren Topf ca. 1 EL Olivenöl erhitzen. Die Zwiebel darin glasig andünsten, dann den Knoblauch und die mit einem Messer grob zerkleinerte Chilischote hinzugeben und ca. 2 Minuten lang mitbraten. Die Kräuter dazu geben. Mit Tomatenpassata und Gemüsebrühe ablöschen. Aufkochen lassen und dann bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten lang köcheln lassen. 
 
Die abgetropften Bohnen, den Reis und den zerkrümelten Feta hinzufügen und erwärmen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Petersilie hacken. Die Suppe in Schalen verteilen und mit Petersilie bestreut servieren.
 
Quelle
leicht abgewandelt nach Gourmandises végétariennes 
 

Freitag, 30. Januar 2015

Limetten-Joghurt-Crème mit Himbeersauce

Nun ist es bereits Ende Januar (und ich denke mir: Kinder, wie schnell doch die Zeit schon wieder vergeht...) und nach wie vor halte ich an meinen guten Vorsätzen fest, allerdings nicht in Form einer strengen und zeitlich begrenzten Diät, sondern als langfristige, maßvolle Umstellung auf eine gesündere Ernährung. In dieser haben natürlich auch Süßigkeiten in Maßen ihren Platz, und deswegen gibt es heute nach den mehrheitlich gesunden Rezepten der letzten Wochen mal wieder Nachtisch für euch :-) Ist ja auch angemessen, mit etwas Süßem ins Wochenende zu starten. Und genau betrachtet ist diese Limetten-Joghurt-Crème sogar eine recht gesunde und kalorienarme Dessert-Variante, denn die Crème wird ausschließlich mit Naturjoghurt und ohne die üblichen Verdächtigen Sahne & Co. zubereitet; außerdem bringen Limetten und Himbeeren einiges an Vitaminen.


Aber nicht nur mit diesen Aspekten kann die Crème punkten, sondern auch damit, dass sie erfrischend, nicht zu süß und einfach lecker ist! Das Rezept begleitet mich seit vielen Jahren und überzeugt regelmäßig vor allem als frisches Dessert nach eher üppigen Hauptgerichten, und zwar auch jene Gäste, die es nicht gern allzu süß mögen. Dabei stammt das Rezept aus einem Kochbuch mit eher dubiosem Erscheinungsbild und Titel, nämlich "Schnell & Köstlich - Über 500 Rezepte für den Feinschmecker" ;-) Soweit ich es erinnere, war es das erste Kochbuch, das vor ca. 13 Jahren in meinen Besitz wanderte, geschenkt von meiner Oma, als ich so gaaaaanz langsam anfing, mich ein bisschen fürs Kochen zu interessieren. Insgesamt ein eher durchwachsenes Buch, es werden, um Zeit zu sparen, schon mal vorgegarte Kartoffeln aus der Dose oder die Zubereitung ganzer Gerichte in der Mikrowelle empfohlen... äääääähm ja. Aber zwischen vielen eher fragwürdigen Rezepten gibt es auch ein paar "Perlen" wie diese Limetten-Joghurt-Crème, die ich euch sehr empfehlen kann!

Rezept
für vier Personen

für die Crème
6 Blatt weiße Gelatine
1 unbehandelte Limette
1/2 Zitrone
2 Eigelb
80g Zucker
3 TL Vanillezucker
400g Naturjoghurt
4 EL Wasser

zum Servieren
200g TK-Himbeeren
1/2 Zitrone
Puderzucker
ggf. einige frische Himbeeren
ungesalzene Pistazienkerne

TK-Himbeeren eine Stunde bei Zimmertemperatur auftauen lassen. In der Zwischenzeit die Crème zubereiten. Dafür die Gelatine 6 Min. in kaltem Wasser einweichen. Die Limette heiß waschen, Schale abreiben. Limette und halbe Zitrone auspressen. Die Eigelbe mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Joghurt, Limettenschale und -saft sowie Zitronensaft zufügen.

Gelatine ausdrücken. Das Wasser in einem kleinen Topf erhitzen, Gelatine zugeben und darin auflösen. Anschließend etwas von der Joghurtmasse zugeben, dann die Gelatine-Joghurt-Mischung unter die restliche Joghurtmasse rühren. Vier Förmchen dünn mit Sonnenblumenöl auspinseln (dann lässt sich die Crème später ganz leicht stürzen), Crème einfüllen und im Kühlschrank ca. 30 Min. fest werden lassen.

In der Zwischenzeit die Himbeersauce zubereiten. Dafür aufgetaute Himbeeren durch ein Sieb streichen. Halbe Zitrone auspressen, zur Himbeersauce geben. Mit Puderzucker nach Geschmack süßen.

Sobald die Crème fest ist, mit einem Messer an den Formrändern entlang fahren und die Crèmes stürzen. Mit Himbeersauce, ggf. frischen Himbeeren und Pistazienkernen dekorieren und servieren.

Quelle
Schnell & Köstlich