Donnerstag, 2. Juli 2015

Italienischer Nudelsalat mit grünem Pesto

Ihr Lieben, in reichlich fünf Stunden werde ich ein Flugzeug besteigen, das mich nach Bella Italia bringen wird - genauer gesagt ins wunderschöne Rom :-) Mal schauen, wie viel Motivation wir bei der Hitze zum Sightseeing haben, oder ob wir uns nicht doch lieber durch unzählige Sorten Gelato, Granita & Co. probieren werden ;-) Besonders gespannt bin ich jedoch auf den morgigen Tag, wo wir eine kulinarische Tour durch Trastevere machen werden, die uns in kleine Lebensmittelläden, auf Märkte und zu hoffentlich fantastischer Pizza & Pasta führen wird! Wenn ihr mögt, dann schaut doch mal auf meiner Facebook-Seite vorbei, wo ich euch in den nächsten Tagen über unsere italienischen Abenteuer auf dem Laufenden halten werde.


Aber allzu neidisch kann ich euch mit meinem Urlaub gar nicht machen, denn ihr werdet hier in den nächsten Tagen ja ebenfalls herrlichstes Sommerwetter haben. Da wird sicher bei vielen von euch am Wochenende der Grill angeheizt, und dazu braucht es natürlich leckere Salate. Ein besonders tolles Exemplar von Nudelsalat lasse ich euch darum noch schnell da, bevor ich mich in den Urlaub verabschiede. Und wie es sich passend zum Urlaubsziel gehört, ist es natürlich ein italienischer Nudelsalat mit grünem Pesto, Oliven, Tomaten, Mozzarella & Co. ;-) Ganz nach Geschmack könnt ihr den Salat auch noch erweitern, z.B. um Parmaschinken und/oder Rucola. Lasst es euch schmecken und übersteht die hitzigen nächsten Tage gut!

Und wer lieber rotes als grünes Pesto mag, kann stattdessen mal meinen italienischen Nudelsalat mit Pesto Rosso probieren :-)

Rezept
für eine große Schüssel (ausreichend für 4-6 Personen als Beilage)

500g kurze Nudeln (z.B. Penne oder Farfalle)
1 Bund Basilikum
50g Pinienkerne
abgeriebene Schale von 1 Zitrone
50g Parmesan
100ml Olivenöl
Salz, Pfeffer aus der Mühle
8-10 getrocknete Tomaten
250g Kirschtomaten
100g schwarze Oliven
2 EL Kapern
1 Packung Mini-Mozzarella-Kugeln 

Nudeln in sprudelndem Salzwasser nach Packungsanweisung kochen, wenn sie bissfest sind abgießen und etwas abkühlen lassen. In der Zwischenzeit das Pesto zubereiten. Dafür Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten, bis sie leicht bräunen und zu duften beginnen. Basilikum waschen und trocken schütteln. Parmesan grob reiben. Basilikum, Pinienkerne, Zitronenschale, Parmesan und Olivenöl in ein Gefäß füllen und pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nudeln mit dem Pesto mischen. Getrocknete Tomaten klein schneiden und zugeben. Kirschtomaten waschen, trockentupfen, halbieren oder vierteln und ebenfalls dazu geben. Oliven und Kapern in einem Sieb abtropfen lassen und zum Salat geben. Mini-Mozzarella-Kugeln abtropfen lassen, viertelen und auch zum Salat geben. Alles gut vermischen und noch mal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Da der Nudelsalat keine Mayonnaise erhält, wartet er auch gern ein paar Stunden auf seinen Einsatz. In dem Fall aber vorm Servieren noch mal gut durchrühren und ggf. noch mal abschmecken.

Quelle
eigenes Rezept

Sonntag, 28. Juni 2015

Thai-Curry mit Garnelen und Ananas

Heute möchte ich euch ein Gericht vorstellen, dass mich sehr an die Zeit erinnert, in der ich kochen gelernt habe. Ich war so 17 oder 18, als ich meine ersten zaghaften Kochversuche unternommen habe. Zuvor hatte ich mich, wenn meine Eltern mir in der Küche etwas zeigen, mir beibringen wollten, wie man ein bestimmtes Gericht kocht, immer ein bisschen dagegen gewehrt. Kein wirkliches Interesse, und zeigen lassen wollte ich mir schon gleich gar nichts (vielleicht ist das in dem Alter auch einfach so...)! Wie und warum ich angefangen habe, hin und wieder zu kochen, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr, aber was mir in Erinnerung geblieben ist: Meine ersten Kochversuche fanden alleine hinter verschlossener Küchentür statt, keine Hilfe und keine guten Ratschläge erwünscht ;-) Und gekocht wurden vor allem Sachen, die es bei meinen Eltern nicht oder nur selten gab, so konnte immerhin niemand Vergleiche ziehen oder mit zuvielen Tipps und Tricks zur Stelle sein...


Deswegen habe ich damals sehr oft asiatische Gerichte gekocht, denn die standen bei meinen Eltern seinerzeit kaum auf dem Tisch. Und besonders angetan hatten es mir jegliche Gerichte, in denen rote Thai-Currypaste und Kokosmilch vorkamen. So gab es sehr viele Currygerichte mit Gemüse, mit Hühnchen, mit Fisch... und irgendwann hatte ich mich an den einst so geliebten Thai-Currys total übergessen und wollte jahrelang nicht mehr ran! Gut, dass ich mittlerweile besser kochen konnte und auch andere Sachen in mein Repertoire aufgenommen hatte ;-) Heute esse ich wieder ab und zu beim Asiaten ein Thai-Curry, und vor Kurzem habe ich nach ewig langer Zeit auch mal wieder selbst eins gekocht. Und war sooooo begeistert von der leckeren Sauce, ich hätte mich reinlegen können...! Cremig, würzig, leicht scharf, einfach unglaublich gut, fand ich :-)

So ein Thai-Curry ist außerdem ganz fix gemacht und mit nicht mal 15 Minuten Zubereitungszeit auch ein perfektes Feierabendessen. Und natürlich herrlich wandelbar: Bei mir kamen dieses Mal Garnelen und Ananas ins Curry. Ihr könnt es aber genauso gut mit Hähnchen, Tofu oder nur mit Gemüse (festere Sorten ein bisschen vorkochen) zubereiten. Statt der Ananas schmeckt auch Mango im Curry wunderbar, und wenn ihr Obst in herzhaftem Essen nicht so gerne mögt, könnt ihr es auch einfach weglassen. Im Grunde ist dies hier also mehr ein Saucen-Grundrezept, das ihr mit allen Zutaten, die ihr mögt und als passend empfindet, kombinieren könnt :-)

Rezept
für 4 Personen

600g Garnelen
1 Dose Ananasstücke (140g Abtropfgewicht) oder frische Ananas
1 EL neutrales Pflanzenöl
2 EL rote Currypaste
1 Dose Kokosmilch (400 ml)
1 EL brauner Zucker
3 EL Fischsauce
2 EL Limettensaft

Garnelen waschen und trocken tupfen. Ananas in einem Sieb abtropfen lassen. Das Öl im Wok oder in einer großen Pfanne erhitzen. Die Currypaste dazu geben und anbraten. Die Kokosmilch dazu schütten und kräftig aufkochen lassen. Mit Zucker, Fischsauce und Limettensaft würzen. Garnelen und Ananas zugeben und offen 5 Minuten köcheln lassen.

Schon fertig! Nun gleich mit reichlich Reis servieren und die leckere, cremige Sauce genießen :-)

Quelle
eigenes Rezept 

Donnerstag, 25. Juni 2015

Erdbeer-Rhabarber-Kokosmakronen-Kuchen

Hallo ihr Lieben, da bin ich wieder! Nach 1,5 Wochen krank und Bett hüten und viiieeelll Schlaf und wenig Appetit und noch weniger Elan in der Küche zu stehen oder mich um den Blog zu kümmern, melde ich mich nun offiziell zurück. Zwar noch ein kleines bisschen wacklig auf den Beinen und noch nicht hundertprozentig bei vollen Kräften, aber ein Stündchen vorm Laptop geht inzwischen schon mal wieder. Und das ist ja auch gut so, denn ich muss euch noch einen Kuchen vorstellen, den ich kurz vorm Krankwerden noch gebacken habe (nein, beides steht in keinem Zusammenhang ^^) und den ihr möglichst bald nachmachen solltet, denn er enthält Rhabarber und die Saison der letzten heimischen Rhabarber-Stangen neigt sich mit schnellen Schritten dem Ende zu...


Wenn ihr einen richtig super-saftigen Kuchen sucht, dann seid ihr mit diesem auf jeden Fall bestens beraten! Er ist so richtig schön feucht, fruchtig und schlotzig durch und durch :-) Auf einen biskuitähnlichen Boden kommen die Früchte, nämlich Erdbeeren und Rhabarer, vermischt mit Marmelade. Und gekrönt wird das Ganze dann noch von einem Kokos-Schmand-Guss, den ihr einfach mehr oder weniger dekorativ (in meinem Fall eher weniger dekorativ) auf den Kuchen kleckselt. Das Ergebnis ist dann irgendwo zwischen sehr, sehr saftigem Kuchen und Fruchtauflauf, es lässt sich daher auf keinen Fall aus der Hand essen, sondern braucht ganz ordentlich einen Kuchenteller und eine Kuchengabel, aber was tut man nicht alles?! ;-) So oder so ein perfekter Sommerkuchen, -auflauf, -nachtisch oder was auch immer :-)

Noch ein paar kleine Anmerkungen:
  • Die Menge ist für ein ganzes Blech bemessen, wenn ihr aber nicht gerade 30 Stück Kuchen braucht, dann macht es wie ich und nehmt eine rechteckige Backform wie für Brownies (meine hatte 30x20 cm) oder eine normale runde Springform (26cm Durchmesser). Da hinein passt dann genau die Hälfte der fürs Blech angegebenen Menge.
  • Beim Obst und der Marmelade seid ihr flexibel, d.h. auch wer keinen Rhabarber mehr findet, muss auf den Kuchen nicht verzichten. Ich empfehle, ihn einfach durch dieselbe Menge anderer eher säuerlicher Früchte zu ersetzen, z.B. Johannisbeeren oder Stachelbeeren. Auch die Konfitüre ist beliebig austauschbar. Ich hatte noch angerissene Himbeerkonfitüre und wollte nicht noch zusätzlich, wie im Originalrezept, Erdbeerkonfitüre kaufen, da Konfitüre bei uns sonst kaum gegessen wird. Funktioniert auch wunderbar.
  • Die Zuckermenge für den Kokos-Schmand-Guss hab ich unten in meinem Rezept gegenüber dem Originalrezept bereits halbiert, da ich den Guss seeeeeehhhhhrrrrr süß fand. Von allen meinen Testessern kamen aber keine Klagen, wenn ihr also ausgesprochene Süßschnäbel seid, könnt ihr die Zuckermenge für den Guss auch wieder verdoppeln.

Rezept
für ein Blech (ca. 30 Stück Kuchen)

1 kg Erdbeeren
1 kg Rhabarber
etwas + 400g weiche Butter
etwas + 500g Mehl
200g Kokosraspel
90g + 400 g Zucker
500g Schmand
1 Päckchen Vanillezucker
Salz
8 Eier (Gr. M)
1 Päckchen Backpulver
150g Himbeerkonfitüre

Backofen vorheizen (E-Herd: 175 °C/Umluft: 150 °C). Eine Fettpfanne (tiefes Backblech; ca. 32x39 cm) fetten und mit Mehl ausstäuben. 400g Butter, 400g Zucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz mit den Schneebesen des Rührgeräts schaumig rühren. Eier nacheinander unterrühren. 500g Mehl und Backpulver mischen, kurz unterrühren.Teig auf das Blech geben und glatt streichen.

Erdbeeren waschen, putzen und vierteln. Rhabarber putzen, waschen und in Stücke schneiden. Konfitüre glatt rühren und mit den Früchten mischen. Gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Kokosraspel und 90g Zucker mischen. Mit Schmand verrühren. Kokos-Schmand-Guss in Klecksen auf dem Kuchen verteilen. Im heißen Ofen auf der unteren Schiene ca. 1 Stunde backen. Herausnehmen und gut auskühlen lassen.

Rezept
Lecker!

Sonntag, 14. Juni 2015

Knoblauch-Zitronen-Hähnchen


Heute habe ich ein richtig leckeres Sommer-Verwöhngericht für euch! Das Knoblauch-Zitronen-Hähnchen ist perfekt, wenn ihr ein Gericht für ein gemütliches sommerliches Abendessen auf dem Balkon oder der Terrasse sucht, egal ob nur für euch oder auch für Gäste. Es katapultiert euch dank seiner Aromen (die heilige Dreifaltigkeit aus Knoblauch, Zitrone und Rosmarin) gedanklich sofort irgendwo ans Mittelmeer, versprochen. Und macht dazu noch sehr, sehr wenig Arbeit, denn wesentlich mehr als Hähnchen anbraten und ein bisschen Kartoffeln schnippeln habt ihr nicht zu tun, den Rest übernimmt ganz relaxt euer Ofen. Und ihr trinkt derweile draußen schon mal entspannt einen Aperol Sprizz oder was auch immer diesen Sommer so das Trendgetränk ist :-)


Wir waren von diesem Gericht wirklich, wirklich begeistert. Das Hähnchen ist knusprig und zugleich saftig, zumindest wenn man, wie ich, Hähnchenkeulen verwendet - im Originalrezept von Lecker nimmt man Hähnchenbrust, was ich weniger überzeugend finde, da das Fleisch schneller trocken wird als das fetthaltigere Keulenfleisch. Praktisch ist, dass die Beilage gleich mit im Ofen gemacht wird. Und nicht nur praktisch - sie schmeckt auch umwerfend gut! Das Zitronenaroma zieht richtig schön in die Kartoffeln und die im Ganzen mitgebackenen Knoblauchzehen (am nächsten Tag solltet ihr nicht unbedingt ein wichtiges Meeting haben...) werden richtig süßlich und lecker. Wichtig ist auch, dass ihr nicht die günstigsten Oliven nehmt, sondern zu einer aromatischen Sorte greift. Ich hatte griechische Kalamata-Oliven und war damit sehr zufrieden.


Ein richtig schönes Sommer-Verwöhnessen, dass ich auf jeden Fall mal wieder kochen werde! Wenn ihr noch etwas "Frisches" dazu servieren wollt, schmeckt ein Tomatensalat mit ein bisschen fein gehacktem Rucola sehr gut.

Rezept
für vier Personen

1 Knoblauchknolle (12–15 Zehen)
4 Hähnchenkeulen (im Ganzen zubereiten oder in Ober- und Unterkeulen teilen)
5 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
3 Zweige Rosmarin
1 kg neue Kartoffeln
150g Oliven (am besten Kalamata-Oliven)
1 Bio-Zitrone 

Ofen auf 200 Grad vorheizen (Umluft 175 Grad). Knoblauchzehen schälen. Hähnchenkeulen waschen und trocken tupfen. 1 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Fleisch darin rundherum goldbraun anbraten (ggf. portionsweise). Herausnehmen und mit Salz und Pfeffer würzen. Knoblauchzehen im heißen Bratfett kurz anbraten, herausnehmen.

Rosmarin waschen, trocken tupfen und die Nadeln abzupfen. Kartoffeln gründlich waschen und mit Schale in grobe Würfel schneiden. Mit Rosmarin, Oliven, Knoblauch und 4 EL Öl mischen, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen.

Kartoffelmix in eine große Auflaufform oder Fettpfanne (tiefes Backblech) geben, Hähnchenkeulen darauflegen. Im heißen Backofen ca. eine Stunde braten. Zitrone heiß waschen, abtrocknen und in Spalten schneiden. Ca. 15 Minuten vor Garzeitende die Zitronenspalten dazwischen­stecken.

Quelle
leicht abgewandelt nach: Lecker

Samstag, 6. Juni 2015

Pizza mit grünem Spargel, getrockneten Tomaten und Büffelmozzarella

Ihr Lieben, ich bin, wie ich gestehen muss, in der letzten Zeit ein bisschen blogfaul geworden. Aufgrund dessen hab ich mir gerade ein paar Gedanken darüber gemacht, wie Kochen eigentlich gerade so in meinen Alltag integriert ist. Und mich gefragt, wie das bei euch wohl aussieht. Also: Wer denkt, dass ich jeden Tag quasi blog-würdige Gerichte fabrizieren würde, der irrt sich auf jeden Fall. Und wer glaubt, dass ich mich nach Feierabend ausgehungert noch allzu lange um ein perfektes Foto bemühe, ebenfalls.

In der Realität sieht es etwa so aus, dass ich gar nicht mal soooooo oft koche - ca. an drei bis vier Abenden pro Woche. Unter der Woche sind die anderen Abende belegt mit Sport (wo ich danach nicht mehr viel esse, weil es dann schon sehr spät ist und weil man die Effekte des Sports ja nicht gleich wieder konterkarieren möchte ^^) oder anderen Unternehmungen (die ja häufig auch mit Essen verbunden sind). Also gibt es ca. zwei- bis dreimal unter der Woche Selbstgekochtes - allerdings immer schnelle Feierabendküche, oft Rezepte, die schon auf dem Blog sind, oder eben gerade im Sommer unkomplizierte Salate, für die keiner ein Rezept braucht (à la "Man nehme Rucola, Tomaten und Mozzarella..."). Größer und aufwändiger gekocht wird eigentlich nur am Wochenende, aber gerade im Sommer sind ja auch viele Wochenenden mit Einladungen, Ausflügen, Veranstaltungen, etc. belegt. Und wenn ich koche, vergesse ich dann zu guter Letzt häufig im Eifer des Gefechts, ein Fotos zu machen...


...so wie bei dieser Pizza, von der ich nur ein Foto vor dem Backen habe - und das auch nur, weil ich dieses Foto schnell mit meinem Handy geknipst habe, um meinem Freund zu zeigen, was ihn erwartet, wenn er seine Arbeit geschafft hat und endlich bei mir ist. Foto nach dem Backen - völlig vergessen. Aber seht das als gutes Zeichen, denn wenn so eine knusprige, duftende, mit viel Käse überbackene Pizza aus dem Ofen kommt und noch frisch und heiß in meinen Mund will, dann muss ich einfach Prioritäten setzen ;-) Die Pizza mit grünem Spargel, getrockneten Tomaten und Büffelmozzarella hat mir jedenfalls sehr gut geschmeckt! Sowohl der Teig als auch die Sauce (die nicht gekocht werden muss!) sind schnell zubereitet, so dass diese Pizza inkl. Gehzeit des Teiges in weniger als anderthalb Stunden komplett selbstgemacht auf eurem Tisch stehen kann (wirklich zu tun habt ihr dabei höchstens eine halbe Stunde). Also eigentlich doch fast was für den Feierabend unter der Woche ;-)

Wie ist das bei euch mit dem Kochen unter der Woche und am Wochenende? Kocht ihr täglich? Am Wochenende aufwändiger als unter der Woche? Erzählt mal :-)

Rezept
für ein Backblech (die Menge des Belags gebe ich hier auch für ein ganzes Blech Spargelpizza an - ich selber habe die Hälfte davon genommen und die andere Hälfte des Blechs mit italienischer Salami, Peperoni und Oliven belegt)

Teig
300g Mehl (+ etwas mehr zum Formen)
Salz
4 EL Olivenöl
1/2 Würfel frische Hefe (21g)

Mehl in eine große Schüssel schütten und mit einer kräftigen Prise Salz und dem Öl verrühren. Hefe zerkrümeln, in knapp 150 ml lauwarmem Wasser glatt verrühren. Hefewasser zur Mehlmischung geben und alles miteinander verkneten. Solange kneten, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Die Teigkugel in der Schüssel belassen, diese mit einem Tuch abdecken und den Teig ca. 30-45 Minuten gehen lassen. Dann ist er fertig zum Belegen und Backen.

Tomatensugo
1 Dose stückige Tomaten (400g)
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Zucker
einige Blättchen Basilikum
einige Zweige Thymian
einige Zweige Oregano

Knoblauch schälen und fein hacken. Kräuter waschen, trocken schütteln, Blättchen abzupfen und fein hacken. Tomaten in eine Schüssel geben, mit Knoblauch und Kräutern vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Sauce in ein mit Küchentüchern ausgelegtes Sieb geben. Küchentücher zusammendrehen und vorsichtig(!) leicht auspressen, so dass die Sauce etwas Flüssigkeit abgibt und ein dicklicheres Püree entsteht.

Belag
300g grüner Spargel
ca. 20 getrocknete Tomaten ohne Öl (ihr könnt auch welche in Öl verwenden, dann braucht ihr vermutlich weniger, da sie größer und würziger sind)
2 Kugeln Büffelmozzarella
Salz, Pfeffer aus der Mühle

Backofen auf 220 Grad vorheizen. Ein Backblech leicht einölen. Teig direkt darauf ausrollen und mit dem Tomatensugo bestreichen. Vom Grünen Spargel die holzigen Enden abschneiden, den Spargel waschen, trocknen, einmal quer halbieren und dann längs in ca. 2 mm dicke Steifen schneiden. Pizza mit Spargel belegen, salzen und pfeffern. Die getrockneten Tomaten etwas kleiner schneiden und auf dem Spargel verteilen. Büffelmozzarella würfeln und auf der Pizza verteien. Dann ca. 20-30 Minuten backen, bis der Käse leicht gebräunt und der Rand knusprig ist.

Quelle
Teig: Cornelia Schinharl, Sebastian Dickhaut: Italian Basics
Sugo, Belag: eigenes Rezept

Mittwoch, 27. Mai 2015

Aromaflash: Rucolasalat mit Erdbeeren

Heute gibt es mal wieder ein Gericht, das beweist, dass Essen so oft viel, viel mehr ist als die Summe seiner Teile (bzw. Zutaten). Ein paar simple, aber hochwertige Zutaten, die man mal neu kombiniert, genügen oftmals, um ein ganz besonderes Geschmackserlebnis zu kreieren. So ging es uns vor einigen Tagen bei diesem Salat: Ein Bett aus würzigem, leicht bitterem Rucola in einem leicht süßlich-scharfen Dressing aus Zitronen-Thymian-Essig, Olivenöl, Honig, Chili, Salz und Pfeffer. Und darauf dann Erdbeeren, geröstete Sonnenblumenkerne und leckerer Schinken. Mehr braucht es nicht für ein leichtes, sommerliches und ganz fantastisches Abendessen!


Wir haben den Salat sehr genossen und mussten zwischendurch immer wieder lächeln bei der Feststellung, wie schnell und einfach man doch mit ein paar Zutaten etwas richtig, richtig Gutes kreieren kann. Wenn ihr vielleicht denkt, dass ich angesichts eines eher simplen Salats jetzt ein bisschen übertreibe, dann probiert es einfach mal selbst aus, und ich verspreche euch, dass auch ihr bald einen neuen Lieblingssalat haben werdet :-) Wer gern vegetarisch essen möchte, kann natürlich den Schinken weglassen und stattdessen z.B. auf gebackenen Ziegenkäse oder auf Ziegenfrischkäse ausweichen. Auch Büffelmozzarella schmeckt sicher gut dazu. Ganz ohne tierische Produkte geht es natürlich auch, obwohl ich finde, dass die leicht salzige Note von Schinken oder Käse noch einen kleinen Extra-Kick gibt.

Weitere leckere Salatkreationen mit Obst:

Erdbeer-Spargel-Salat mit Arganöl und Hibiskussalz
Mango-Mozzarella-Salat
Melonensalat mit Büffelmozzarella und Knuspertopping
Petersiliensalat mit Granatapfel, Dukkah-Kichererbsen und gebackenem Feta
Tomaten-Nektarinen-Salat mit Büffelmozzarella und Basilikumöl

Rezept
für zwei Personen zum Sattessen

250g Erdbeeren
1 TL Zucker
150g Rucola
2 Frühlingszwiebeln
1 rote Chilischote
2 TL Honig
2 EL Balsamico bianco (meiner war mit Zitrone und Thymian aromatisiert)
4 EL Olivenöl
Salz
4 EL Sonnenblumenkerne
6 Scheiben Serranoschinken (oder anderer roher Schinken nach Geschmack) 

Die Erdbeeren vorsichtig waschen und abtropfen lassen, dann die Kelchblätter entfernen und die Erdbeeren je nach Größe halbieren oder vierteln. Dann mit Zucker in einer Schale mischen und kurz ziehen lassen, während ihr den Salat zubereitet.

Dafür Rucola verlesen, waschen, trocken schütteln und grob hacken. Frühlingszwiebeln putzen, waschen, in feine Ringe schneiden und mit dem Rucola mischen. Für das Dressing Chili waschen, putzen und fein hacken (dabei die Kerne entfernen, wenn ihr nicht so scharf essen möchtet). Chili mit Honig und Balsamico mischen, dann das Öl unterschlagen und das Dressing mit Salz abschmecken. Mit dem Rucola mischen und den Salat auf zwei Tellern anrichten.

In einer kleinen beschichteten Pfanne ohne Fett Sonnenblumenkerne anrösten, bis sie leicht gebräunt sind und duften. Erdbeeren auf dem Rucola verteilen, Sonnenblumenkerne darüber streuen. Schinkenscheiben etwas kleiner zupfen und am Rand der Teller verteilen.

Quelle
abgewandelt nach Cornelia Schinharl, Sebastian Dickhaut: Vegetarian Basics

Sonntag, 24. Mai 2015

Russischer Zupfkuchen

Eigentlich lieben wir doch alle russischen Zupfkuchen, oder? Kein Wunder, denn die Kombination aus knusprigem Schokoboden und -streuseln sowie cremig-zartem Käsekuchen ist ja auch einfach perfekt! Umso bedauerlicher, dass russischer Zupfkuchen, der wirklich, wirklich einfach zu machen geht, immer noch ein Klassiker unter den Backmischungen ist. Und Hand aufs Herz: Irgendwann in der dunklen alten Zeit haben wir ihn wahrscheinlich alle schon mal aus Fertigpulver angerührt, was ja irgendwie ganz ok schmeckt, aber kein Vergleich zum rundum selbstgemachten Kuchen ist. Doch die Zeiten sind jetzt vorbei, selbst ist die Frau bzw. der Mann, und ihr werdet vielleicht mit dem besten russischen Zupfkuchen belohnt, den ihr je gegessen habt :-)


Bei diesem Zupfkuchen, den ich bei Steph gefunden haben, sind Boden und Streusel reichlich bemessen und wunderbar knusprig-schokoladig. Der eigentliche Star ist aber meiner Meinung nach die Käsemasse, die einfach herrlich cremig, zart und regelrecht flauschig schmeckt, schön leicht säuerlich mit dezentem Zitronen- und Vanillearoma und auf keinen Fall so pappig süß, wie man den Backmischungs-Zupfkuchen häufig kennt. Richtig, richtig gut! Da kann man, wenn man den Kuchen denn mit mehr Leuten als nur zu zweit essen will, auch gleich eine große Springform nehmen, denn der geht sicher weg wie warme Semmeln ;-) Dann einfach die Mengenangaben aus meinem Rezept verdoppeln.

Wie jeder Käsekuchen sollte auch dieser bei Zimmertemperatur mindestens einige Stunden komplett auskühlen können, damit die Masse sich setzt und richtig fest wird. Idealerweise backt ihr ihn also einen Tag, bevor ihr ihn anschneiden wollt. Aufgrund meines etwas engen Timings (ich hatte erst am frühen Abend Zeit zum Backen und der Kuchen sollte als Geburtstagskuchen um Mitternacht serviert werden) haben wir ihn bereits ca. vier Stunden, nachdem ich ihn aus dem Ofen geholt hatte, angeschnitten. Das ging gerade so, etwas längere Ruhezeit wäre besser gewesen. Am nächsten Tag schmeckte er noch mal deutlich besser, und am allerbesten aus dem Kühlschrank!

Rezept
für eine kleine Springform (18 cm Durchmesser)

Schokoteig
50g Zucker
50g Butter
1 Eigelb
100g Mehl
20g Kakao
5g Backpulver

Quarkmasse
2 Eier
1/2 TL Salz
300g Quark
40g Zucker
20g Maisstärke
70 ml Rapsöl
Mark einer halben Vanilleschote
Abrieb einer halben unbehandelten Bio-Zitrone
Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Springform fetten und mit Kakaopulver ausstäuben. Alle Zutaten für den Schokoteig in eine Schüssel geben und möglichst schnell zu Streuseln verarbeiten. 2/3 in die Form geben und gut festdrücken.

Die Eier trennen und das Eiweiß mit dem Salz schaumig, aber nicht komplett steif schlagen.
Alle anderen Zutaten in eine Schüssel geben und zu einer cremigen Masse verrühren, das cremige Eiweiß behutsam unterheben. Die Quarkfüllung auf den Schokoboden geben und glatt verstreichen. Die Streusel darüber verteilen und den Kuchen im vorgeheizten Backofen ca. 30-45 Minuten backen. Dann bei Zimmertemperatur komplett auskühlen lassen (am besten über Nacht) und erst dann anschneiden.

Quelle
Kleiner Kuriositätenladen

Sonntag, 17. Mai 2015

Zitronen-Ingwer-Huhn mit Sesam-Bohnen

Endlich mal wieder was Asiatisches hier! Das letzte asiatische Rezept auf dem Blog ist gefühlt eine Ewigkeit her, dabei mag ich die asiatische Küche durchaus gern (ein gewisser Herr, der häufiger im Hause Sugar and Spice zu Gast ist, jedoch leider nicht). Als ich dann vor einiger Zeit mal wieder am Wochenende in Ruhe nur für mich gekocht habe, war also klar, dass es mal wieder asiatisch sein sollte. Auf der Suche nach einem interessanten Rezept bin ich auf lecker.de auf dieses würzig-aromatische Hühnchen gestoßen und war sofort von der Sauce mit Zitrone, Ingwer, Knoblauch, Sojasauce und Mangochutney angetan (mit Mango kriegt man mich immer).


Geschmacklich hat die Sauce auch absolut gehalten, was sie versprach, und war eine fruchtig-frische Ergänzung zum leckeren Hähnchen. Im Originalrezept wird dazu übrigens grüner Spargel bzw. Thaispargel mit Sesam gereicht, als ich das Gericht zubereitet habe, hatte die Spargelsaison aber noch nicht begonnen und auch an Thaispargel bin ich gerade nicht rangekommen. Grüne Bohnen funktionieren hier aber geschmacklich genau so gut und schmecken scharf angebraten meiner Meinung nach auch deutlich besser als gekocht. Auch Brokkoli oder Pak Choi könnte ich mir gut als Spargel-Ersatz vorstellen, wenn man den aus irgendwelchen Gründen denn ersetzen will...

Rezept
für vier Personen

1 Bio-Zitrone
1 Stück (ca. 20g) frischer Ingwer
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 TL + 2 EL Öl
6 EL Sojasoße
4 Hähnchenfilets (à ca. 175g)
500g grüne Bohnen
2 EL Sesam
2 EL Mangochutney
Salz, Pfeffer aus der Mühle

Für die Marinade Zitrone heiß waschen, abtrocknen und die Schale fein abreiben. Zitrone halbieren und auspressen. Ingwer und Knoblauch schälen, fein hacken. Zwiebel schälen, fein würfeln. 1 TL Öl in einem Topf erhitzen. Ingwer, Knoblauch und Zwiebel darin 2–3 Minuten andünsten. Mit Sojasoße und Zitronensaft ablöschen. Vom Herd nehmen, Zitronenschale unterrühren und abkühlen lassen.

Fleisch waschen, trocken tupfen, schräg mehrmals ein-, aber nicht durchschneiden. Ingwermarinade mit dem Fleisch mischen und ca. 30 Minuten ziehen lassen. Inzwischen Bohnen waschen und putzen.

Sesam in einer Pfanne ohne Fett braun rösten und herausnehmen. 1 EL Öl in der Pfanne erhitzen. Fleisch aus der Marinade nehmen, Marinade etwas abstreifen. Fleisch im heißen Öl rundherum 3–4 Minuten braun anbraten. Mit übriger Marinade und 1⁄4 l Wasser ablöschen, aufkochen, Konfitüre einrühren und zugedeckt ca. 10 Minuten köcheln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

1 EL Öl in einer weiteren Pfanne erhitzen. Bohnen darin unter Wenden vorsichtig 4–5 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Bohnen mit Hähnchen und Soße anrichten. Mit Sesam bestreuen.

Quelle
leicht abgewandelt nach lecker.de

Mittwoch, 13. Mai 2015

Zitronen-Mascarpone-Kuchen mit gesalzenen Pistazien

Wie mein Blogname euch schon verrät, mag ich sowohl Süßes als auch Würziges - und zwar sehr gern auch in Kombination miteinander! Egal ob Schokolade mit Meersalz, Käse mit süßem Chutney oder ein Frucht-Smoothie mit Gewürzen - ich finde, dass die Kombination aus Süß und Salzig für spannende Kontraste sorgt. Daher bin ich auch sofort hellhörig geworden, als ich dieses Rezept für einen Zitronen-Mascarpone-Rührkuchen mit Puderzuckerguss und salzigen Pistazien gefunden habe. Hörte sich sehr interessant an! Und die Tatsache, dass zwei Menschen innerhalb von recht kurzer Zeit eine ganze große Kastenform voll von diesem Kuchen verdrückt haben, lässt nur einen Schluss zu: Der Zitronen-Mascarpone-Kuchen sollte euch das bevorstehende lange Wochenende versüßen :-)


Der Kuchen ist genau so, wie ein leckerer, saftiger Rührkuchen eben sein sollte. Flaumig-weich, schön dicht und feucht, mit einer dezenten, angenehm frischen Zitronennote. Vielleicht erst mal etwas unscheinbarer, aber wer ein Herz für Nostalgisches hat, wird wissen, dass ein schlichter Rührkuchen oftmals glücklicher machen kann als die abgefahrenen Triple Chocolate Marshmallow Brownies mit Peanut Butter Caramel Crisps oder was auch immer es für verrücktes Backwerk da draußen in der weiten Welt so gibt ;-) Besonders überzeugt hat mich die Mascarpone am Kuchen, die dafür sorgt, dass er eine richtig zarte, fast schon flauschige Konsistenz bekommt.


Die ganze schöne Zitronenkuchen-Heile-Welt wird dann genau in richtigem Maße aufgebrochen durch die salzigen Pistazien, die gerade so sehr irritieren, dass sie den Kuchen ein bisschen anders und aufregend schmecken lassen, sich insgesamt jedoch geschmacklich wunderbar einfügen. Definitiv einer meiner Lieblingskuchen der letzten Monate, probiert das ruhig mal aus!


Rezept
für eine große Kastenform (30 cm Länge)

200g Mehl
1 TL Backpulver
1 Bio-Zitrone
125g weiche Butter
200g Zucker
2 Eier (Größe M)
150g Mascarpone
125g gesalzene und geröstete Pistazienkerne in der Schale
150g Puderzucker
Fett und Mehl für die Form

Ofen auf 175 Grad vorheizen. Mehl und Backpulver mischen. Zitrone heiß waschen, trocken reiben, Schale dünn abraspeln, Frucht halbieren und Saft auspressen. Butter und Zucker mit den Schneebesen des Handrührgerätes cremig rühren. Eier nacheinander unterrühren. Mascarpone, Mehlmischung, Zitronensaft und -schale dazugeben und zu einem glatten Teig rühren.

Teig in eine gefettete, mit Mehl ausgestreute Kastenform (10 x 30 cm) füllen und glatt streichen. Im vorgeheizten Backofen ca. 1 Stunde backen.

Pistazien aus den Schalen lösen und grob hacken. Puderzucker und 3 EL Wasser glatt rühren. Fertigen Kuchen aus dem Ofen nehmen, ca. 10 Minuten in der Form ruhen lassen, aus der Form stürzen und abkühlen lassen. Zuckerguss auf dem Kuchen verteilen und mit Pistazien bestreuen.

Quelle
www.lecker.de

Freitag, 8. Mai 2015

Quiche mit grünem Spargel und Mairübchen

Na, seid ihr gut in die Spargelsaison gestartet? Ich freue mich ja riesig, dass wir endlich wieder Gelegenheit haben, die leckeren weißen und grünen Stangen in der Küche zu verarbeiten :-) Spargel-Gerichte gab es bei mir in diesem Jahr schon so einige, jedoch habe ich mich dabei erst mal durch meine Favoriten der letzten Jahre gekocht (hier findet ihr alle bisher auf meinem Blog veröffentlichten Spargel-Rezepte) und habe noch gar nicht sooooo viel Neues ausprobiert... Aber zum Glück ist dafür ja noch Zeit bis zum 24. Juni! Den Anfang der "neuen" Gerichte macht in diesem Jahr eine recht klassische Gemüsequiche mit grünem Spargel und Mairübchen.


Die Mairübchen waren für mich dabei eine neue Erfahrung, denn die hatte ich tatsächlich noch nie gegessen. Es handelt sich dabei um weiße Rüben, die roh zuerst sehr süßlich schmecken und dann einen leicht scharfen, rettich-artigen Nachgeschmack haben. Im gegarten Zustand verschwindet hingegen die Schärfe fast vollkommen. Neben den Wurzeln, also den Rüben, kann man von den Mairübchen auch die Blätter verarbeiten (ähnlich wie Spinat) oder aber die gesamten Stiele (ähnlich wie Rübstiel bzw. Cima di rapa). Ich habe erst einmal nur die Wurzeln verarbeitet, da ich zu Spinat und anderem Blattgemüse ja bekanntlich eine recht angespante Beziehung habe ;-) Geschmeckt haben mir die Mairübchen sehr gut.

Ansonsten habe ich bei der Quiche wieder auf den bewährten Teig von Nicole Stich zurückgegriffen und bin erneut nicht enttäuscht worden - meiner Meinung nach wirklich der beste Quicheteig: Mürbe, buttrig, blättrig und dabei ganz einfach zu verarbeiten. Super!

Und nicht vergessen: Sugar and Spice gibt es jetzt auch bei Facebook, und auch wenn es auf dem Blog mal etwas ruhiger zugeht, versorge ich euch dort regelmäßig mit Infos und News rund ums Kochen, Essen und Genießen. Schaut doch mal vorbei :-)

Rezept
für vier (hungrige) Personen

Teig
125g eiskalte Butter (+ etwas mehr für die Form)
125g Quark (40% Fett)
1/2 TL Salz
200g Mehl (+ etwas mehr für die Form und zum Kneten)
3 EL Semmelbrösel

Füllung
etwa 800g geputztes Gemüse (bei mir grüner Spargel und Mairübchen)
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer aus der Mühle

Guss
200g Schmant oder Crème fraîche
2 EL Mehl
50g geriebener Käse (z.B. Gouda)
6 Eier (Größe L)
Salz, Pfeffer aus der Mühle

Für den Teig Butter würfeln und mit Quark, Salz und Mehl in eine Schüssel geben. Per Hand oder mit der Küchemaschine zügig zum Teig verarbeiten, in Folie wickeln und 30 Minuten kühlen.

Derweile Backofen auf 190° (Umluft 170°) vorheizen.Für die Füllung Gemüse klein schneiden und im Öl bei mittlerer Hitze halb gar dünsten, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zur Seite stellen und abkühlen lassen. Für den Guss Schmant oder Crème fraîche und das Mehl verrühren, Käse und Eier untermengen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Eine Springfrom (26 cm Durchmesser) mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestäuben. Teig ausrollen und die Form gleichmäßig damit auskleiden (4 cm Rand). Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und mit  Semmelbröseln bestreuen. Nun Gemüse unter die Eiermischung mengen, in die Form geben. Im Ofen auf der zweiten Schiene von unten 35-40 Minuten backen, bis der Rand eine goldbraune Farbe hat und die Füllung vereinzelte braune Flecken aufweist. (Wird die Quiche schnell zu dunkel, mit Backpapier abdecken.) Lauwarm oder abgekühlt servieren, am besten mit grünem Salat.

Quelle
abgewandelt nach: Nicole Stich: delicious days